
… oder ein faules Ei verdirbt den ganzen Kuchen aber niemand erwartet, dass ein gutes Ei den Rest retten wird. Es ist ja fast wie eine Reality-Show, nur ohne Kamera, ohne Gage und ohne Fluchtmöglichkeit: Der neue Job. Man tritt euphorisch an, voller Hoffnung, mit einem Lächeln auf den Lippen und einem unterschriebenen Vertrag in der Hand. Ein Ort des Erfolgs, ein Unternehmen mit Werten, eine Karriere mit Perspektive oder? Ach, wenn es doch so einfach wäre! Der Arbeitgeber mag noch so gut aussehen, aber die eigentliche Frage ist: Wer sind die Menschen, mit denen man täglich acht oder mehr Stunden verbringt? Denn Kolleginnen und Kollegen sind nicht nur Mitreisende im selben Boot sie können auch die Eisberge sein, die es rammen. Ein maroder Apfel steckt bekanntlich den ganzen Korb an, doch ein gesunder Apfel hat noch nie einen faulen geheilt! Der Frischling passt sich an, ob er will oder nicht…
Und jeder weiß, was mit einem Baum passiert, wenn marode Äpfel beginnen, ihn zu kontaminieren. Nicht die Äpfel sind das eigentliche Problem. Es ist der Gärtner. Der den Titel trägt, aber nicht die Aufgabe erfüllt. Der pflegt, wo geschnitten werden müsste. Der moderiert, wo Verantwortung gefragt wäre. Der zusieht, wie der ganze Baum langsam krank wird, während er stolz erklärt, man müsse die Natur eben arbeiten lassen.
In der Corporate-Savanne ist das kein Zufall. Es ist ein Muster.
Der neue Job beginnt wie ein italienisches Sonntagsessen in Rom. Ich stehe gedanklich am Herd, die Sauce blubbert, der Duft verspricht Tiefe, Wärme, Sinn. Alles wirkt reichhaltig, gut gewürzt, sorgfältig vorbereitet. Vertrag unterschrieben, Lächeln verteilt, Hoffnung angerichtet. Und dann dieser Moment, den niemand erwähnt: der erste Löffel. Ein leicht metallischer Beigeschmack. Kaum wahrnehmbar, aber da. Vielleicht Einbildung. Vielleicht Nervosität. Vielleicht einfach noch nicht richtig vermischt.
Es fühlt sich an wie ein Blinddate mit Beipackzettel. Man betritt das neue Team wie ein romantisch-optimistischer Gladiator: frisch frisiert, vorbereitet, fokussiert. Doch statt Wein und Oliven gibt es Flurflüstern, statt Willkommensritualen ein seltsames Interesse an der Vergangenheit. Kaum hat man Platz genommen, beginnen die Einflüsterungen. Über die Ex-Kolleg:in. Über die Vorgeschichte. Über das Klima früher. Subtext? Dauerfeuer. Die Bühne ist bereitet, das Stück beginnt. Ohne Skript, aber mit klarer Rollenvergabe.
Einer fehlt: der Mensch, über den gesprochen wird. Ich höre zu, höflich, neugierig, dann wachsam.
Es ist wie bei einer überwürzten Sauce: Man erkennt die Zutaten nicht mehr, nur noch den Nachgeschmack.
Was auffällt: Die Widersprüche. Der Vorgänger war unmotiviert, aber hat Kunden manipuliert. War unzuverlässig, aber gleichzeitig zu ehrgeizig. Hat nichts gemacht, aber zu viel gewollt. Die Story kippt und riecht plötzlich. Nicht nach Wahrheit. Sondern nach Zweck.
Hier beginnt das eigentliche Bewerbungsgespräch. Nicht beim Chef. Beim Team. Die Prüfung verläuft nicht offiziell, aber systemisch. Man wird nicht gefragt man wird positioniert. Wer sich nicht früh abgrenzt, wird Teil des Narrativs. Wer widerspricht, wird verdächtig.
Der Boss mag entscheiden, wer durch die Tür kommt doch wer bleiben darf, darüber richtet stets das Team. Ob es Ihnen passt oder nicht. Sollten Sie glauben, Ihre Unterschrift auf dem Vertrag sei so etwas wie ein Totemschild gegen die Dynamik des Rudels, irren Sie gewaltig.
Sparen Sie sich die Lebenszeit: Das Recht auf Ihren Platz wird nicht im Arbeitsvertrag geregelt, sondern in der stillen Abstimmung der Herde.
Arbeit, das ist kein Ponyhof, sondern eine Jagdsafari. Während der Panther einsam durchs Dickicht schleicht und glaubt, das Gesetz der Wildnis geschrieben zu haben, wissen die Kleinnager. In der Masse lebt es sich länger. Wer als Solist glänzen will, sollte wissen, dass Einzelgänger am Buffet der Karriereleiter oft verhungern, während die grauen Mäuschen schon längst gemeinsam den Käse vertilgen.
Kurz gesagt: Beobachten Sie daher wie ein Ethnologe wie das Rudel tickt, bevor Sie losstürmen. Nicht jeder, der glänzt, bringt Ihnen Beute und nicht jeder, der schweigt, ist harmlos. Nur wer die ungeschriebenen Gesetze des Rudels versteht, kann strategisch agieren, statt als isoliertes Beispiel in der kollektiven Bewertung versengt zu werden. Sonst stehen Sie am Ende alleine auf der Lichtung als Warnschild für die Nächsten.
ELDA.INK BOLD & Spicy transformiert die Sauce in etwas Präziseres: ein Labor. Denn in Wahrheit geht es nicht um Ex-Kolleg:innen. Es geht um Kontrolle, Loyalität, Gruppendynamik. Ein Team testet nicht Leistung es testet Anschlussfähigkeit. Und wer zu eigenständig denkt, wird schnell zur Projektionsfläche. Der neue Job ist kein Neuanfang. Er ist eine Wiederholung bis man das System versteht.
Deshalb lautet die goldene Regel: Wer nicht testet, wird getestet. Wer nicht analysiert, wird analysiert.
Und wer die Regeln nicht früh erkennt, wird zur Spielfigur. Nicht aus Bosheit. Aus Prägung. Die Arbeitgeberwahl ist kein Vertragsabschluss. Sie ist der Eintritt in ein psychologisches Spielfeld.
Wer das nicht versteht, landet im falschen Team und fragt sich irgendwann, warum alle gegen einen spielen.
Ungefähr so fühlt es sich an, wenn man nach einer längeren Pause sagen wir, einer kreativen Auszeit für das Schreiben und das Hobby „Leben“ wieder in die Arena der Festanstellung zurückkehrt. Man kommt mit den besten Absichten, sportlich motiviert, bereit für das Match. Doch kaum sitzt man beim ersten „Kennenlern-Kaffee“, merkt man: Hier wird nicht Fußball gespielt. Hier läuft eine Telenovela, und das Drehbuch ist vollkommen irre.
Das Spannendste an jedem neuen Job ist nämlich nicht die Einarbeitung in Excel-Tabellen. Nein, der wahre Blockbuster läuft ab, wenn man die verbotene Frage stellt: „Sagt mal, was ist eigentlich aus meinem Vorgänger geworden?“
In diesem Moment verwandelt sich das Büro in eine Mischung aus Gerichtssaal und Comedy-Club. Die Antworten, die man bekommt, sind köstlicher als jede italienische Pasta-Sauce und genauso schwer wieder aus den Klamotten zu kriegen. Da sitzen erwachsene Menschen, die verdienen, als hätten sie Goldbarren im Keller (wir reden von Sphären jenseits der 4000 Euro netto), und erzählen Ihnen mit tränenfeuchten Augen, wie sehr sie „ausgebeutet“ werden. Und der Vorgänger? Oh, der war der Antichrist. Aber ein sehr verwirrender Antichrist.
Einerseits war er angeblich so faul, dass er Wurzeln geschlagen hat. „Unmotiviert!“, rufen sie. „Hat nie was geleistet!“ Aber im gleichen Atemzug, quasi noch während die Spaghetti-Gabel in der Luft schwebt, flüstert der nächste: „Und pass auf, der wollte den Kunden aggressiv Dinge andrehen, reine Abzocke!“ Moment mal. Ich rechne kurz nach. Ich habe vielleicht nur noch 20 Sommer und 20 Winter vor mir, aber mein Logik-Modul funktioniert noch prächtig. Wie kann ein Mensch gleichzeitig so träge sein wie ein Faultier auf Valium und so hyperaktiv betrügerisch wie ein Wall-Street-Wolf? Das ist physikalisch unmöglich. Das ist „Schrödingers Ex-Kollege“.
Hier brauchen wir die Spaghetti-Sauce-Entwirrung à la ELDA.INK BOLD & Spicy. Wenn wir auf www.elda.ink lernen, Strukturen zu lesen, dann lernen wir vor allem eines: Wenn die Sauce überall klebt, liegt es selten an der Nudel, sondern daran, wie wild am Tisch gestikuliert wird. Diese widersprüchlichen Geschichten sind wie die roten Spritzer auf dem Hemd des Teams sie verraten nicht, wer der Vorgänger war, sondern wie schlampig hier gegessen wird. Es ist ein herrlich absurdes Schauspiel, und statt uns davon abschrecken zu lassen, sollten wir uns eine Serviette umbinden, das Besteck polieren und diesen Teller voller Widersprüche genüsslich sezieren. Denn wer die Sauce versteht, muss sie nicht schlucken.
Die Sauce glänzt. Das Employer Branding sitzt wie frisch geriebener Parmesan. Und trotzdem kippt etwas. Langsam. Unauffällig. Nicht mit Knall, sondern mit Geruch. Ein faules Ei. Unsichtbar, aber wirksam. Es reicht nicht, den Rest des Topfes zu retten. Es reicht, um ihn zu ruinieren.
Ich habe lange geglaubt, ein gutes Ei könne einen schlechten Teig retten. Engagement, Leistung, Loyalität als natürliche Konservierungsstoffe. Falsch gedacht. In der Realität moderner Organisationen funktioniert das wie in jeder römischen Küche: Ein verdorbener Kern schlägt jedes noch so hochwertige Umfeld. Nicht laut. Nicht sofort. Sondern systemisch.
Die Sauce ist hier kein Symbol für Chaos, sondern für Wahrheit. Sie legt offen, was unter der Oberfläche nie sauber getrennt war. Rollen, Macht, Unsicherheit, Angst, Eitelkeit. Alles verkocht. Alles sichtbar. Die Sauce entwirrt nicht. Sie entlarvt.
Neue Mitarbeitende kommen wie frische Zutaten in einen bestehenden Topf. Sie bringen Energie, Textur, Hoffnung. Doch sie treffen auf Prozesse, die nie dafür gebaut wurden, gesund zu funktionieren. Auf Führung, die Kontrolle mit Kultur verwechselt. Auf Systeme, die Loyalität fordern, aber Sicherheit verweigern. Auf Teams, die gelernt haben zu überleben, nicht zu gestalten.
Und dann beginnt das Spiel. Anpassung. Rechtfertigung. Selbstzweifel. Nicht das System ist faul, sondern man selbst, so fühlt es sich an. Der Klassiker. Der Apfel beginnt zu glauben, er sei schuld am Geruch des Korbes.
Das ist keine individuelle Schwäche. Das ist Organisationspsychologie im Alltagstest. Und sie entscheidet früher oder später über Leistung, Gesundheit und Identität.
… wenn das Gegenüber den ganzen Abend nur über den „verrückten Ex-Partner“ redet? Nach dem dritten Glas Wein dämmert Ihnen: Vielleicht war der Ex gar nicht verrückt. Vielleicht ist die Person, die Ihnen gerade gegenüber sitzt, einfach nur unerträglich anstrengend. Genau dieses Déjà-vu hatte ich neulich wieder. Da ich Arbeit als Sport betrachte als ein faires Spiel unter Profis, bei dem man sich den Ball zuspielt bin ich immer wieder fasziniert, wenn ich stattdessen in einer Arena lande, in der die Disziplin „Synchron-Jammern“ olympisch geworden ist.
Lassen Sie uns dieses herrliche Paradoxon genauer betrachten. Das Team beschreibt den gefeuerten (oder geflohenen) Kollegen mit einer Leidenschaft, die jedem Drehbuchautor Ehre machen würde.
Wissenschaftlich betrachtet nennt man das Kognitive Dissonanz-Reduktion durch Dämonisierung. Oder einfacher: Es ist Bullshit. Warum tun Menschen das? Warum konstruieren sie ein Feindbild, das physikalisch unmöglich ist? Weil es einfacher ist, einen Sündenbock zu kreieren, als in den Spiegel zu schauen. Wenn der Vorgänger „faul“ war, dann bin ich (der Erzähler) im Vergleich dazu unglaublich fleißig, auch wenn ich gerade die dritte Stunde auf Instagram verbringe. Wenn der Vorgänger „betrügerisch“ war, dann bin ich (der Erzähler) das moralische Gewissen der Firma, der strahlende Held.
Es ist eine Schutzbehauptung. Das Team baut sich eine Legende, die alle internen Probleme auf eine Person abwälzt, die nicht mehr da ist, um sich zu wehren. Das ist praktisch, das ist effizient – und es ist absolut lächerlich.
Stellen Sie sich vor, Sie sind Regisseur. Sie suchen ein Ensemble für Ihren nächsten Film (der Film heißt „Mein glückliches Berufsleben“). Würden Sie Schauspieler casten, die über ihre letzten Rollen nur Schlechtes erzählen? Natürlich nicht. Wenn Sie im Vorstellungsgespräch sitzen oder beim Probetag dann hören Sie nicht auf die Fakten. Fakten sind langweilig. Hören Sie auf den Sound. Klingt es verbittert? Klingt es hämisch? Widersprechen sie sich?
Wenn ja: Herzlichen Glückwunsch! Sie haben gerade eine Karte für die Geisterbahn gekauft. Aber Sie müssen nicht einsteigen. Es ist kein Verlust, so einen Job nicht zu nehmen.
Im Gegenteil. Es ist ein Gewinn an Lebenszeit. Sie haben Besseres zu tun, als die nächsten 20 Winter damit zu verbringen, Spaghetti-Sauce von Ihrem Hemd zu kratzen, die andere geworfen haben.
Es ist Langeweile gepaart mit Angst. In vielen Corporate-Jobs ist die eigentliche Arbeit so entfremdet, dass die soziale Interaktion (sprich: Intrige) zur eigentlichen Tätigkeit wird. Der Ex-Kollege wird zur mythischen Figur, über die man sich ereifern kann. Das schweißt zusammen. Es ist wie Lagerfeuer-Romantik, nur dass man statt Marshmallows den Ruf eines Menschen röstet.
Die faulen Äpfel fallen nicht, weil sie in der modernen Corporate-Savanne nicht mehr der Schwerkraft der Leistung unterliegen, sondern von einer zähen, ranzigen „Spaghetti-Sauce“ aus politischer Komplizenschaft, gegenseitiger Deckung und systemischer Angst am Ast festgeklebt werden. Sie hängen dort sicher, nicht weil sie Substanz haben, sondern weil sie das Hyänen-Spiel der sozialen Manipulation perfektionieren! Sie verankern sich durch inszeniertes Drama, kollektives Jammern auf Luxus-Niveau („Tränen im Porsche“) und die Konstruktion absurder Sündenböcke („Schrödingers Ex-Kollege“) so tief im Geflecht des Teams, dass der Stamm das oft konfliktscheue Management den Fäulnisprozess lieber als „gewachsene Struktur“ duldet, anstatt den Baum zu schütteln und den längst überfälligen Aufprall zu riskieren.
Und jeder weiß, was mit einem Baum passiert, wenn marode Äpfel beginnen, ihn zu kontaminieren. Nicht die Äpfel sind das eigentliche Problem. Es ist der Gärtner. Der den Titel trägt, aber nicht die Aufgabe erfüllt. Der pflegt, wo geschnitten werden müsste. Der moderiert, wo Verantwortung gefragt wäre. Der zusieht, wie der ganze Baum langsam krank wird, während er stolz erklärt, man müsse die Natur eben arbeiten lassen.
In der Corporate-Savanne ist das kein Zufall. Es ist ein Muster.
ELDA.INK BOLD & Spicy Lösung: Seien Sie die Löwin. Löwinnen beteiligen sich nicht am Gekläffe der Hyänen. Sie beobachten. Sie analysieren. Und wenn das Rudel zu toxisch ist, ziehen sie weiter in ein anderes Revier.
Sie haben Dejavuswährend sie das jetzt lesen? Gut! Das heißt, Ihr Mustererkennungs-System funktioniert. Sie sind keine Fata Morgana, Sie sind einfach nur der Nüchterne auf einer Party von Betrunkenen in Corporate Business. Nutzen Sie diese Klarheit. Testen Sie das Team. Fragen Sie provokant nach. Bringen Sie sie dazu, sich in ihren eigenen Lügen zu verheddern. Und dann? Lächeln Sie, bedanken Sie sich für die Spaghetti, und gehen Sie dorthin, wo man Sport treibt und nicht Schlammschlacht.
Wer mit Hunden schläft, wacht mit Flöhen auf.
Das wahre Risiko für Sie ist nicht der böse Ex-Kollege. Das Risiko ist die soziale Osmose. Wenn Sie jeden Tag von Menschen umgeben sind, die 4000 Euro verdienen und jammern wie Sklaven, dann färbt das ab. Irgendwann finden Sie das normal. Irgendwann jammern Sie mit. Und zack haben Sie Ihre sportliche Einstellung verloren und sind Teil des dickflüssigen Saucen-Dramas geworden. Das kostet Sie mehr Energie als die eigentliche Arbeit.
Und dann haben wir die finanzielle Komponente, mein persönliches Highlight der Realsatire. Ich treffe Kollegen, deren Gehaltsschecks so üppig sind, dass man davon kleine Inselstaaten kaufen könnte. Über 4000 Euro netto. Und wie sieht ihr Alltag aus? Sie sitzen in klimatisierten Räumen, tippen gelegentlich auf Tastaturen und fühlen sich… ausgebeutet. „Der Chef zahlt nicht genug!“ „Wir müssen hier alles alleine machen!“
Das ist Hyänen-Theater in Reinkultur (https://elda.ink/savannah-framework/#hyane ). In der Natur jammern Löwen nicht, wenn sie satt sind. Sie schlafen. Hyänen aber kichern und lärmen, um das Rudel zusammenzuhalten. Diese „Wir-gegen-den-Chef“-Mentalität bei gleichzeitigem Luxus-Gehalt ist ein soziales Bindemittel. Wer zugibt: „Eigentlich geht es uns verdammt gut für 4 Stunden Arbeit“, fliegt aus der Gruppe. Zufriedenheit ist uncool. Zufriedenheit zerstört das Drama. Und ohne Drama müssten diese Menschen anfangen, wirklich zu arbeiten. Das wäre ja furchtbar.
Sie und ich, wir sehen Arbeit als Sport. Wir wollen schwitzen, wir wollen Tore schießen, wir wollen abklatschen. Wir kalkulieren unsere 20 verbleibenden Sommer und denken: „Lass uns was Großartiges bauen!“ Aber das Team spielt nicht Fußball. Das Team spielt „Burggraben verteidigen“. Die Hierarchie zwingt sie in eine „Einer gegen Alle“-Mentalität. Teams verbünden sich nur scheinbar. In Wahrheit ist es ein Zweckbündnis der Mittelmäßigen gegen jeden, der den Status Quo gefährdet. Ihr Vorgänger war wahrscheinlich jemand, der den Ball spielen wollte. Das hat die anderen, die nur am Spielfeldrand standen und über den Rasen meckerten, gestört. Also wurde er weggebissen.
Es gibt die Arten von Menschen, die den Raum betreten und sofort die Atmosphäre verändern nicht durch Charisma, sondern durch bloße Präsenz. Und dann gibt es jene, die den Raum betreten, weil sie einfach nicht wissen, wie man sich dezent zurückhält. In einer Welt voller Bürokraten, selbsternannter Chefs und den unvermeidlichen “Missverständnissen” zwischen den Geschlechtern und Hierarchien, stellt sich die Frage: Wie geht man mit diesen Menschen um, ohne sich selbst zu verlieren?
Die Antwort: Es kommt darauf an, wie man sie liest und wie man sich selbst als Schachfigur positioniert. Dies ist die Geschichte einer “turbulenten” Arbeitsumgebung, in der die Rollen klar verteilt waren zumindest in den Köpfen der Beteiligten.
Fallstudie: Der Büro-Dschungel Stellen Sie sich vor, Sie sind der “Mittelschichtler” in einem Betrieb, in dem jeder glaubt, das Rad neu erfunden zu haben und dabei auch noch die Flügel abgeschnitten hat. Da gibt es die ältere Kollegin, die sich benimmt, als ob der Laden ihr gehört. Sie ist der Typ, der bei jeder Gelegenheit brüllt, als wäre das Büro ihr persönliches Schlachtfeld. Und dann gibt es die selbsternannte “Chefin”, die nicht gerade mit ihren Führungsfähigkeiten glänzt, aber ihre Meinungen stets laut und starr durchsetzt.
Der/ Die „Fürsorgliche“: (*er)/ Sie denkt, sie weiß alles besser und wird von der Idee getrieben, dass ihr Wissen für den Laden unverzichtbar ist. Ihr Leben dreht sich um Kontrolle, und sie wird nie ohne ein „gut gemeintes“ Schreien die Szenen verlassen.
Ihre Hauptangst? Die Idee, dass jemand anderes „mehr weiß“ und sie dadurch in den Schatten stellt.
Wenn Sie also den Fehler machen, sich selbst zu zeigen, was Sie wissen, wird sie zu einer Mischung aus einer kontrollierenden Mutter und einer überforderten Managerin.
Der/ Die „Selbsternannte Chef:in“: (*er)/ Sie wird Ihnen immer das Gefühl geben, dass Sie auf ihrem Stuhl sitzen aber sie hat keine Ahnung, wie man den Laden tatsächlich führt. Ihr tiefster Wunsch ist es, der Boss zu sein, auch wenn sie es nicht offiziell ist.
Ihre größte Angst? In den Hintergrund zu geraten, wenn jemand anderes, auftaucht und die Dinge gut laufen lässt.
Was Sie jedoch nie merken werden, ist, dass ihre Macht nur auf ihrem Status als „Managerin im Geiste“ basiert und das ist ihr einziger Trumpf.
Der/ Die „Feuerwehrfrau/ man“: Immer präsent, aber meistens durch lautes Telefonieren und offensichtliches Chaos. Sie ist nie wirklich da, wenn es darauf ankommt, aber sie tut so, als ob sie immer die Lösung parat hat.
Ihre Angst? Verantwortung übernehmen und dabei Fehler machen. Sie liebt es, andere für ihre eigenen Versäumnisse verantwortlich zu machen ein typisches Zeichen für mangelnde Selbstreflexion.
Der “Mittelschichtler”: Jemand, der im Büro eher als „Vermittler“ fungiert, der sich in den Hintergrund stellt, um Konflikte zu vermeiden, während er im Stillen versucht, alles im Griff zu behalten.
Ihre Angst? Ihre Kompetenz wird nicht anerkannt, und jeder zeigt auf Ihre vermeintliche Inkompetenz.
Doch Sie wissen genau, dass Sie mehr draufhaben, als es der Oberflächlichkeit der anderen gerecht wird.
Der/ Die „Führer:in“: Sie ist die übergeordnete Vorgesetzte, deren Vorstellungen von Führung eher diktatorisch als unterstützend sind.
Ihr Ziel? Das Büro wie ein Opernhaus zu dirigieren, in dem jeder Schritt von ihr kontrolliert wird.
Ihre größte Angst? Dass jemand ihre „Rolle als Führer“ infrage stellt. Sie glaubt, dass jede kleine Unregelmäßigkeit das ganze Gebäude einstürzen lassen könnte.
Grenzen setzen: Wenn Sie sich in einer Situation wie der beschriebenen befinden, ist es entscheidend, Grenzen klar zu definieren. Nicht aus dem Gefühl heraus, „gefordert“ zu werden, sondern aus der Notwendigkeit, Ihr eigenes Wohl zu schützen. Bei den „Fürsorglichen“ heißt es, ihnen freundlich, aber bestimmt zu zeigen, dass ihre Wutausbrüche nichts anderes als toxische Energie sind.
Kalte Distanz wahren: Bei den „Selbsternannten Chefs“ und „Feuerwehrfrauen“ hilft es, eine professionelle Distanz zu wahren. Wenn sie anfangen, unsinnige Diskussionen zu führen oder sich in Ihren Arbeitsbereich einzumischen, halten Sie die Kommunikation auf einem sachlichen Niveau.
Keine Emotionen nur Fakten.
Das diplomatische Spiel: Zu Ihrem eigenen Vorteil können Sie das diplomatische Spiel betreiben. Machen Sie den Eindruck, dass Sie sich immer noch im Hintergrund halten, aber gleichzeitig bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, wenn es nötig wird. Hören Sie, ohne sich zu sehr in die Spiele der anderen zu verwickeln.
In all diesen Situationen würde ein stärkere Klarheit und ein mutigerer Ansatz gegen die ständigen Mikromanagement-Versuche und die unnötigen Konflikte helfen. Statt den Fokus auf das Wohlwollen und das Schützen anderer zu legen, sollte man deutlicher Grenzen ziehen und nicht so leicht in das Drama hineingezogen werden.
Manchmal bedeutet der beste Weg, weniger zu tun, sich abzugrenzen und den Ball ins Spiel zu bringen, anstatt ihn ständig zu spielen.
Ach, die Probezeit! Eine Zeit der Unschuld, der Hoffnung und des verzweifelten Bemühens, alle Erwartungen zu erfüllen. “Hier in dieser Filiale herrscht ein tolles Miteinander”, sagt der Filialleiter mit einem Lächeln, das die wahren Abgründe der Unternehmenskultur nur notdürftig kaschiert.
Und kaum ist der Vertrag unterschrieben, kommt die Transferbombe: Versetzung in eine Filiale am anderen Ende der Stadt, wo die Arbeitsmoral irgendwo zwischen 1984 und “Der Herr der Fliegen” pendelt.
Plötzlich hat man nicht mehr den sympathischen Chef von nebenan, sondern einen Despoten, der “flache Hierarchien” als “flach liegende Motivation” interpretiert. Kollegialität? Fehlanzeige! Stattdessen psychologische Kriegsführung, Mikromanagement und die subtile Kunst des passiv-aggressiven Zwangs.
Man mag es kaum glauben, aber Arbeitsumfelder können toxischer sein als der Misthaufen einer mittelgroßen Schweinefarm. ( + zum Artikel ) Und wer glaubt, dass psychische Gesundheit nur von der eigenen Resilienz abhängt, hat nie in einem Team gearbeitet, in dem Burnout als Ehrenmedaille gilt und Kritik als Nestbeschmutzung.
Unterschätzt wird oft die schleichende Wirkung: Anfangs ist es nur ein kleines Unwohlsein, ein Druck in der Brust, wenn der Name des Vorgesetzten auf dem Display erscheint. Dann die Sonntagsdepressionen, die sich in den Samstag schleichen.
Es gibt Wege, sich zu wappnen. Augen auf bei der Jobwahl! Nicht nur das Unternehmen prüfen, sondern auch die Menschen, mit denen man arbeiten wird. Netzwerke nutzen, Bewertungen lesen, unauffällig mit Ex-Mitarbeitern sprechen.
Und sollte der Albtraum bereits Realität geworden sein? Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder überleben, bis eine bessere Option kommt, oder die Reißleine ziehen, bevor der Sumpf der Demotivation einen ganz verschlingt.
Denn, wie es so schön heißt: Ein faules Ei verdirbt den ganzen Kuchen aber niemand erwartet, dass ein gutes Ei den Rest retten wird.
Wie erkennt man, ob ein Team und ein Arbeitgeber langfristig passen? Hier einige effektive Tests:
1. Der “Frage den Ex”-Test: Vor einer Anstellung ehemalige oder aktuelle Mitarbeitende befragen. Was sagen sie über das Arbeitsklima? Ist die Fluktuation hoch? Sind alle auffällig diplomatisch oder gibt es ehrliche Antworten?
2. Der “Kaffee-Pausen-Test”: Falls möglich, während des Bewerbungsprozesses Zeit mit zukünftigen Kollegen verbringen. Wird in der Pause über interessante Dinge oder nur über Frust geredet? Ist die Stimmung entspannt oder herrscht Schweigen?
3. Der “Meeting-Test”: Falls man schon in der Probezeit ist: Beobachten, wie Meetings ablaufen. Sind es inspirierende Diskussionen oder monologisierende Kontrollorgien?
Ein Blick hinter die Fassade der Arbeitswelt
4. Der “Vorgesetzten-Test”: Einen “unbequemen” Punkt ansprechen zum Beispiel eine flexible Arbeitszeit oder ein kritisches Feedback. Wird es als konstruktiv aufgenommen oder sieht man die Schweißtropfen des Mikromanagements auf der Stirn des Chefs?
5. Der “Kollegen-Belastungstest”: Einen kleinen Gefallen erbitten oder Fragen stellen. Sind die Antworten hilfreich und freundlich oder hat man das Gefühl, gerade jemanden um eine Organspende gebeten zu haben?
6. Der “Schatten-Probe-Test”: Falls möglich, einen oder zwei Tage Probearbeiten oder hospitieren. Hier zeigt sich schnell, ob ein harmonisches Arbeiten möglich ist oder ob sich jeder nur durch den Tag quält.
7. Der “Loyalitäts-Test”: Beobachten, wie über ehemalige Mitarbeitende gesprochen wird. Wird schlecht über Ex-Kollegen oder alte Vorgesetzte geredet? Das ist oft ein Alarmsignal für eine toxische Unternehmenskultur.
Wer diese Tests beherzigt, kann sich vor einem Fehlgriff schützen oder zumindest erkennen, wann es Zeit ist, die Notbremse zu ziehen.
Und doch stolpern neue Mitarbeitende regelmäßig in ein Spektakel, das mehr mit Brot und Spielen zu tun hat als mit klarer Rollenverteilung. Die Stelle klang nach Aufstieg. Die Realität riecht nach verbrannter Verantwortung. Hier beginnt die Arbeitgeber-Falle nicht mit einem Knall, sondern mit einem Flüstern. Nicht durch Feindseligkeit, sondern durch subtile Systemfehler. Das Problem ist nicht das faule Ei.
Das Problem ist der Teig, der es aufnimmt. Eine Kultur, die sich glänzend verkauft, aber jede Zutat ignoriert, die nicht nach Vanille duftet. Strukturen, die Leistung betonen, aber Eigenständigkeit sanktionieren. Führung, die Feedback als Kritikabwehr versteht. Willkommen in der Metapher der Backform außen fest, innen beliebig. Wer hier denkt, er könne mit Integrität den Geschmack retten, wird schnell als störend empfunden. Der Begriff ‘toxisch’ wird inflationär gebraucht, aber nie präzise lokalisiert.
Bei ELDA.INK ist klar: Toxisch ist nicht laut. Toxisch ist leise, effizient, unsichtbar eingeübt. Es zeigt sich nicht in Konflikten, sondern im stummen Konsens, dass man besser nichts sagt. In der Kunst, Probleme mit PowerPoints zu überdecken. In der Fähigkeit, gute Leute gehen zu lassen aber schlechte Strukturen zu behalten. Ein gesundes System erkennt man nicht an seinen Events, sondern an seiner Fehlerlogik. Was passiert, wenn jemand widerspricht? Wird gehört oder etikettiert? Wird reflektiert oder delegiert? Wird geschützt oder geopfert? Wer das verstehen will, muss sich die Rollenverteilung anschauen. Nicht im Organigramm, sondern im Meeting.
Nicht in der HR-Broschüre, sondern im Flurfunk. Gute Mitarbeitende können schlechte Systeme nicht retten aber schlechte Systeme ruinieren gute Mitarbeitende zuverlässig. Und das hat Folgen. Burnout ist keine Schwäche, sondern oft eine Reaktion auf strukturelle Lüge. Zynismus kein Charakterfehler, sondern Selbsterhaltungsmaßnahme. Kündigung kein Rückschritt, sondern Notbremse. Arbeit ist kein Ort der Selbstverwirklichung. Arbeit ist Systemkontakt.
Und wer diesen sauber gestalten will, muss ehrlich über Rezepturen sprechen. Keine Glasuren. Keine Claims. Sondern Zutatenliste, Hitzeverteilung, Hygieneprotokoll. Oder römisch gesprochen: Wer nur dekoriert, statt zu restaurieren, hat die Villa schon verloren.
Bei ELDA.INK ist klar: Die Zukunft gehört Organisationen, die nicht motivieren müssen, weil sie nicht demotivieren. Die kein Purpose erklären, weil sie ihn bauen.
Die wissen: Ein gutes Ei ist kostbar. Aber nur ein System mit Substanz verdient es, es zu verarbeiten.
Machen wir uns nichts vor: Ein neues Team kennenzulernen ist immer wie Lotto spielen, nur dass die Nieten sprechen können. Aber diese widersprüchlichen Geschichten über den „faulen, kriminellen Ex-Kollegen“? Die sind kein Pech. Die sind ein Geschenk! Sie sind das Warnblinklicht am Armaturenbrett des Unternehmens.
Seien Sie dankbar für jedes Drama, das Ihnen im Bewerbungsprozess serviert wird. Es erspart Ihnen die Zeit, es selbst erleben zu müssen. Sie suchen Mitspieler für Ihren Sport, keine Laienschauspieler für ein Trauerspiel. Also: Wenn Ihnen jemand erzählt, der Vorgänger war gleichzeitig Schlafmütze und Meisterdieb bestellen Sie die Rechnung, lassen Sie die Spaghetti stehen und suchen Sie sich ein Restaurant, in dem man mit offenen Karten spielt. 20 Sommer sind zu kostbar für eine schlechte Sauce.
Bleiben Sie sportlich. Und trauen Sie keinem Hyänen-Lachen.
Arbeit ist Jagd. Zugehörigkeit ist kein Gefühl sie ist Überlebensstrategie. Das Savannah Framework ist eine radikal neue Analyse toxischer Teamdynamiken, evolutionärer Verhaltensmuster und der unsichtbaren Machtspiele, die Karrieren auffressen, bevor sie anfangen.
Das Savannah Framework ist kein Ratgeber es ist ein Seismograph. Wer es lesen kann, überlebt nicht nur, er handelt. Strategisch. Bewusst. Und mit intakter Würde.
Wir leben in der festen Überzeugung einer Leistungsgesellschaft, in der der Beste triumphiert Doch die bittere Realität des Corporate Jungle ist: Nicht der Beste gewinnt, sondern der Passendste. Wenn Mobbingopferzahlen steigen und eine immer mehr maskuline Emanzipation für Verwirrung sorgt, erleben wir das Spaghetti-Chaos der modernen Organisation: Ein verwirrtes Durcheinander, dessen Logik sich der Gabel entzieht, und eine scharfe Sauce, die umso mehr brennt, je verzweifelter wir versuchen, sie mit Wasser (mit einfachen Lösungen) zu löschen.