Wer braucht schon Erfahrung, wenn man neugierig und anpassungsfähig ist?
Wer braucht schon Erfahrung, wenn man neugierig und anpassungsfähig ist… Bevor wir uns von der Vorstellung verabschieden, dass „Wissen“ und „Erfahrung“ in Bewerbungsgesprächen einen hohen Stellenwert haben, schauen wir mal, was der CEO von Indeed, Chris Hyams, dazu zu sagen hat.
Der hat in einem Interview erzählt, dass er für Bewerber:innen zwei spezielle Fragen vorbereitet hat, die nicht etwa nach den bisherigen Erfahrungen oder erlernten Fähigkeiten fragen nein, Hyams möchte wissen, worauf Sie wirklich neugierig sind…

Weil Lebensläufe und Zertifikate eh überbewertet sind: Soft Skills im Bewerbungsprozess
Sitzen Sie gerade an Ihrem Computer und grübeln, ob Sie nach dem nächsten Bewerbungsgespräch von den Karrierezielen von Steve Jobs und Chris Hyams inspiriert werden sollten? Sollte Ihre nächste Vorstellungsgesprächsstrategie etwa eher mit einem Bier in der Hand und einer guten Story im Kopf an den Tisch des CEOs führen?
Sollten Sie möglicherweise einen kleinen Lebenslauf-Check durch einen kreativen Biertest ersetzen und einfach hoffen, dass Ihre Soft Skills überzeugen? Willkommen in der wunderbaren Welt der Bewerbungsprozesse, wo es weniger um Erfahrung und viel mehr um den Zauber der Persönlichkeiten geht. Und nein, das ist kein Witz.
Warum sich in die Mühe machen, die nüchternen Fakten zu analysieren, wenn Soft Skills genauso gut in eine Geschichte verpackt werden können, die mehr mit Ihrer Neugier und Anpassungsfähigkeit zu tun hat, als mit einem formellen Lebenslauf? Machen wir uns also auf eine Reise durch die unsichtbaren, unscharf abgetrennten, aber dennoch unfassbar wichtigen „Soft Skills“, die längst zu den heißen Themen im Bewerbungsgespräch gehören.
Wer braucht schon Erfahrung, wenn man neugierig und anpassungsfähig ist?
Bevor wir uns von der Vorstellung verabschieden, dass „Wissen“ und „Erfahrung“ in Bewerbungsgesprächen einen hohen Stellenwert haben, schauen wir mal, was der Indeed, Chris Hyams, dazu zu sagen hat. Der hat in einem Interview erzählt, dass er für Bewerber:innen zwei spezielle Fragen vorbereitet hat, die nicht etwa nach den bisherigen Erfahrungen oder erlernten Fähigkeiten fragen nein, Hyams möchte wissen, worauf Sie wirklich neugierig sind.
Genauer gesagt: „Worauf sind Sie wahnsinnig neugierig?“ Da dreht sich der ganze Laden um Neugier und Anpassungsfähigkeit. Die Vorstellung, dass Ihre Fähigkeit, Sauerteigbrot zu backen, als Zeichen für Ihre Neugier interpretiert wird, ist einfach zu gut, um sie zu ignorieren. Was für ein kreativer Twist!
Aber mal ehrlich: Wer sich im Zeitalter der KI noch auf den trockenen Lebenslauf konzentriert, könnte genauso gut ein Dinosaurier sein, der sich beschwert, dass der Meteor nicht richtig auf den Punkt getroffen hat.
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Die Frage ist also: Wenn Ihre Neugier auf die Frage nach den perfekten Sauerteigbrotrezepten antwortet, was genau sagt das über Ihre Fähigkeit aus, sich in einer sich ständig verändernden digitalen Welt zurechtzufinden? Vielleicht mehr, als wir denken.

Die Kunst der Fehler: Fehler sind keine Katastrophen, sondern die Einladung zum nächsten Biertest
Aber Moment mal es wird noch besser! Hyams geht einen Schritt weiter, um die Anpassungsfähigkeit seiner potenziellen zukünftigen Mitarbeiter:innen zu überprüfen. Die zweite Frage ist noch köstlicher: „Erzählen Sie mir eine Geschichte, bei der Sie sich völlig sicher waren, dass Sie im Recht waren und dann herausfanden, dass Sie völlig falsch lagen.
“ Fehler? Pfft, wer macht die schon gerne, oder? Fehler werden doch immer so gerne verteufelt.
Aber in dieser Frage geht es darum, wie wir mit unseren Fehlern umgehen.
Überlegen Sie mal: Wie viele von uns könnten sich aus dem Bewerbungsgespräch herausreden, wenn wir einfach ehrlich zugeben würden, dass wir beim Einparken vor der Bewerbung selbst beim besten Willen nicht den richtigen Parkplatz gefunden haben?
Und trotzdem ist es diese Frage, die uns allen ja, auch Ihnen da draußen die Möglichkeit gibt, einen Fuß in die Tür zu bekommen.
Eine ganze Kultur des „Fehlermachens“ entwickelt sich, weil man ja eh nie weiß, ob der Sauerteig diesmal auch wirklich aufgeht. Fehler sind nicht das Ende, sondern der Anfang einer großartigen Geschichte. Wenn Sie es schaffen, sich nach einer Fehlentscheidung in die richtige Richtung zu bewegen, ist das Ihre Eintrittskarte zu einem Vorstellungsgespräch der besonderen Art.

Bewerbungsgespräche: Der neue Biertest nichts als ein Test der menschlichen Fähigkeiten
Sagen wir, wir stellen uns den Fall vor, dass der große Steve Jobs tatsächlich den legendären Biertest bevorzugte, anstatt sich in ein langatmiges Bewerbungsgespräch zu stürzen. Was sagt uns das? Nun, wenn der Chef von Apple es für besser hielt, mit einem Bier in der Hand die wahren Persönlichkeiten von Bewerber:innen herauszufinden, haben wir wahrscheinlich den richtigen Test gefunden weit entfernt von unzähligen Zertifikaten und Abschlüssen, die sich leicht durch das charmante Lächeln eines gut trainierten Bewerbers ausgleichen lassen. Es gibt nichts Menschlicheres als Bier und nichts Besseres, um zu testen, wie Sie in einer entspannten, leicht chaotischen Umgebung reagieren.
Und während wir uns also langsam dem Biertest hingeben, müssen wir uns ehrlich fragen: Wie oft in unserem Leben sind wir wirklich darauf vorbereitet, Entscheidungen zu treffen, die mehr von uns selbst erzählen, als von den bloßen Fakten? Fehler passieren, aber wie wir uns davon erholen, zeigt die wahre Stärke.
Neugier als Eintrittskarte in die Zukunft Was wäre, wenn…
Was würde passieren, wenn die Bewerbungswelt sich tatsächlich von ihren alten, steifen Ansätzen verabschiedet und mehr auf Neugier und Kreativität setzt? Vielleicht würde das die angestaubte Atmosphäre der Unternehmenswelt auflockern, die ohnehin von Generation zu Generation weitergetragenen „müden“ Business-Strategien endlich den dringend benötigten Sauerstoff geben.
Und nein, das bedeutet nicht, dass man bei Bewerbungsgesprächen jetzt in die gute alte „Lass uns mal so richtig abschalten“-Falle tappen sollte.
Denn seien wir ehrlich: Weder Steve Jobs noch Chris Hyams suchen nach chaotischen und planlosen Persönlichkeiten. Der Biertest ist schließlich nicht die neue Büroarbeit. Es geht um gesunde Anpassungsfähigkeit und echte Neugier.
Aber stellen Sie sich das einmal vor: Ein Bewerbungsgespräch, das weniger wie ein spießiger Klassenzimmer-Test und mehr wie ein aufrichtiges Gespräch mit einem echten Menschen wirkt. Und anstatt als Bewerber ständig nach den „richtigen“ Antworten zu suchen, haben Sie einfach die Freiheit, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Was für eine erfrischende Vorstellung!
Die Schatten der Veränderung: Der sanfte Wandel hin zu Soft Skills
Natürlich gibt es da noch die skeptischen Stimmen, die darauf bestehen, dass Lebensläufe und Zertifikate nicht einfach durch ein paar künstlerisch genutzte Soft Skills ersetzt werden können. Ja, gewiss, einige Jobs erfordern nun mal bestimmte Qualifikationen. Aber die Zeit ist reif, um zumindest den Wert von Neugier und Anpassungsfähigkeit zu erkennen, die in vielen Stellenanzeigen noch immer eher nach Nebenschauplätzen als nach echten Erfolgskriterien klingen.
Und wenn Sie es nicht ganz so dramatisch sehen wollen: Ein Bewerbungsprozess ohne Biertest ist wie ein langweiliges, altmodisches Zeltlager ohne Lagerfeuer. Wer möchte sich ernsthaft mit einem langweiligen Lebenslauf im Gepäck in einem langweiligen Gespräch wiederfinden, wenn man genauso gut mit einem lockeren, neugierigen Gespräch und der Möglichkeit, Fehler zu machen, genauso gut abschneiden kann?

Soft Skills – die wahren Geheimwaffen der Zukunft
Wenn Sie also das nächste Mal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, denken Sie daran: Zeigen Sie Neugier, seien Sie anpassungsfähig und gestehen Sie Ihre Fehler ein. Und wenn Sie in der Zwischenzeit noch ein Sauerteigbrot backen, stellen Sie sicher, dass es Ihre Bewerbungschancen verdoppelt oder zumindest Ihr Vertrauen in den Prozess stärkt.
Denn: Hand aufs Herz wer braucht schon Zertifikate, wenn man Soft Skills hat, die so überzeugend sind wie ein gut gezapftes Bier?
